Wer die Musik der der zwanziger und dreißiger Jahre liebt für den ist Max Raabe mit seinem Palastorchester ein Begriff. Max Raabe präsentiert mit einer melancholischen Leichtigkeit die ironischen Texte zu eleganten Tangos, kubanischen Rumbas und fröhlichen Foxtrotts. Der Bariton mit seiner sonoren Stimme legt auf der Bühne eine betonte Zurückhaltung an den Tag. Dadurch entfalten sich Witz, Hintersinn und die Ironie seiner Moderation zu den einzelnen Titeln. Trotz seiner besonderen Stellung als Sänger spielt sich Raabe nicht in den Vordergrund sondern bietet seinen 12 Musikern Raum ihre vielfältigen Talente dem Publikum zu präsentieren. Ob im Backgroundchor oder als Instrumentalsolist, jeder einzelne hat im hervorragend zusammengestellten Bühnenprogramm mindestens einmal eine herausgehobene Position. Nach über zwanzig Jahren der Gründung des Palastorchesters mit seinem Sänger Max Raabe wirken die Auftritte der Musiker immer noch frisch und unverbraucht witzige wie am ersten Tag. Der verquere Humor, die süffisante Ironie der Texte und die perfekte musikalische Darbietung bei den Konzerten begeistern das Publikum. Perfekt sitzt der Frack bei Max Raabe wenn er sein Klagelied „Kein Schwein ruft mich an, keine Sau interessiert sich für mich“ das er 1992 komponiert hat, anstimmt. Spätestens dann ist sich der Konzertbesucher sicher, dass dies nicht sein letzter Besuch bei Max Raabe und seinem Palastorchester war.




